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Gunther Grabedas Bild ruft |
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Malerische Orte, das sind Landschaften, Straßenzüge, Häuserwinkel oder bunte Marktstände – schön, harmonisch ausgewogen und stimmungsvoll. Aber käme es uns je in den Sinn, ein Verkehrsschild, einen Wäscheständer oder einen Mietshausbalkon für einen malerischen Ort zu halten? Gerade den banalen und alltäglichen Dingen aber gewinnt Gunther Grabe malerische Reize ab. Da wird die Zapfsäule ebenso zum Bildmotiv wie das Bügeleisen. Doch ist Grabe kein Chronist des Alltäglichen, er ist ein Maler, dem es nicht um Vollständigkeit geht, sondern um Wahrnehmung. Er nähert sich den Menschen und Hunden, Dingen und Orten spontan und virtuos, mit nur scheinbar flüchtigem, vielmehr aufmerksamem Blick und mit einem offenen, schnell notierenden Pinselstrich, der das Wesentliche erfasst, ohne sich in Details zu verlieren. Biografie 1957 geboren in Lage 1981–86 Studium der Malerei bei Prof. Inge Höher, FH Bielefeld, FB Design 1990–97 Lehrauftrag für Gestaltungslehre an der FH Bielefeld lebt und arbeitet in Bielefeld |
Die Publikation erschien anlässlich der Ausstellung „Gunther Grabe: ‚das Bild ruft‘“, 2. Dezember 2009 bis 28. Februar 2010, Kunsthalle Bielefeld, Bielefeld. herausgegeben von Gunther Grabe, Jutta Hülsewig-Johnen
mit Textbeiträgen von Inge Dörries, Jutta Hülsewig-Johnen und Tanja Kemmer
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