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Miwa OgasawaraWindhauch |
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Die Bilder der Malerin Miwa Ogasawara haben alltägliche, unspektakuläre Motive, die trotz ihres zurückhaltenden Kolorits wirken, als seien sie von Licht durchflutet. Das Zusammenspiel von Hell und Dunkel steht in der Tradition japanischer Schattenästhetik, entzieht sich dieser aber zugleich souverän. „Ohne Schatten ist der Mensch seelenlos“, sagt Ogasawara. „Bei mir endet die Suche nach der Klarheit immer in der diffusen Zone, in der Ambivalenz.“ Diese Ambivalenz entsteht, weil die Grenzen zwischen Wahrheit und Wirklichkeit in den Bildern scheinbar verschwimmen. Doch im entscheidenden Moment bevor die grundlegende Ästhetik und die geometrische Proportionierung der Motive zu perfekt werden, hört die Künstlerin mit der Arbeit auf: „Die perfekte Welt ist unreal und künstlich“, sagt Ogasawara. „Die Wirklichkeit ist nie fertig, nie komplett, nie perfekt.“ Biografie 1973 geboren in Kyoto 2007 Diplom an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg Ausstellungen: Galerie Vera Munro, Art Basel Miami Beach 07, Galerie Scai the Bathhouse, Tokio und Konrad-Adenauer-Stiftung, Berlin Sammlungen: u. a. Centre Pompidou, Paris, Bundeskunstsammlung sowie wichtige Privatsammlungen |
Die Publikation erschien anlässlich der Ausstellung „Miwa Ogasawara“, 2009, Galerie Vera Munro, Hamburg. herausgegeben von Vera Munro
mit einem Textbeitrag von Noemi Smolek
mit einem Interview von Hans-Jörg Clement mit Miwa Ogasawara
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