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Peter August Böckstiegel

Wer an P. A. Böckstiegel denkt, der denkt an seine starken farbigen Gemälde: die leuchtenden Landschaftsmotive und Menschenbilder seiner ostwestfälischen Heimat oder an die kontrastreichen Holzschnitte und heftigen Kaltnadelradierungen.
Erst spät -- vierzigjährig -- wendet sich Böckstiegel der Plastik zu. Aus einer benachbarten Tongrube holt er sich körnigen Ziegelton und modelliert im Sommer 1929 das Porträt seiner Mutter. Es folgen viele weitere plastische Porträtköpfe von Familienmitgliedern und Freunden, dazu Reliefs, später auch Glasfenster, Mosaiken und geschnitzte Holzbalken. Die bildnerischen Erfahrungen der dreidimensionalen Arbeit mit neuen Materialien bleiben nicht ohne Einfluss auf das malerische CE-uvre, das Böckstiegel parallel dazu weiterführt.
Die Folgen des zweiten Weltkriegs haben ganz besonders tiefe Lücken in diesen Teil seines CE-uvres gerissen -- viele Plastiken gingen im Dresdner Bombenhagel unwiederbringlich verloren, einige Glasfenster in öffentlichen Gebäuden erst durch Vandalismus in den Jahren der Wende ab 1990.

Biografie
1889 geboren in Arrode/Werther
1907 Schüler an der Handwerker- und Kunstgewerbeschule Bielefeld
1913 Studium an der Kunstakademie in Dresden
1921 Großer Sächsischer Staatspreis
1937 Beschlagnahme vieler Bilder durch die Nationalsozialisten
1945 Zerstörung von Wohnhaus und Atelier in Dresden durch Bomben
1951 gestorben in Arrode

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